Neue Skateranlage im Bürgerpark
Ein altes Highlight kehrt zurück
Im Bürgerpark de Bütt entsteht derzeit eine neue Skateranlage. Vier Jahre nach der Sperrung der alten Halfpipe belebt die Verwaltung einen zentralen Treffpunkt für junge Menschen in Hürth wieder. Verwaltung, Politik und engagierte Jugendliche machten gemeinsam den Weg dafür frei.
Ein Projekt, das lange gewartet hat
Als Vandalen die alte Halfpipe im Bürgerpark mit einem Brandanschlag zerstörten, war schnell klar, dass Hürth ein Problem hatte. Die CDU und die Grünen erinnerten in ihrem Antrag vom August 2023 daran, dass die Anlage „die Einzige ihrer Art in unserem Stadtgebiet ist und von Kindern und Jugendlichen gut angenommen wird“. Der Jugendhilfeausschuss prüfte deshalb, wie eine Instandsetzung oder Modernisierung möglich wäre.
Die Stadt reagierte mit einer Mitteilungsvorlage im November 2023. Darin heißt es, man befinde sich in einer Markterkundung, um einen Anbieter zu finden, der Planung und Bau aus einer Hand übernimmt. Die Lieferzeiten für neue Elemente lägen allerdings bei „4 bis 6 Monaten“. Der Weg zur neuen Anlage war also länger als viele gehofft hatten.
Doch nun ist der Fortschritt sichtbar. Beim symbolischen Spatenstich Mitte April betonte Bürgermeister Dirk Breuer, die Skateanlage sei eine „gezielte Investition für junge Leute“. Rund 480.000 Euro fließen in das Projekt, das im September fertig sein soll.
Flowpark statt Fertigbauteile
Die neue Anlage wird deutlich mehr bieten als die alte Halfpipe. Wie der Kölner Stadt Anzeiger berichtet, setzt die Firma Yamato Living Ramps auf handgeformten Beton, geschwungene Linien und organische Formen. Weiter berichtet die Zeitung, Geschäftsführer Max Beckmann habe beim Spatenstich erklärt, dass man bewusst auf Fertigbauteile verzichte, weil Skaterinnen und Skater „immergleiche Elemente“ satt hätten.
Der Bürgerpark erhält damit ein modernes Sportangebot, das Anfänger und Profis gleichermaßen anspricht. Für Jüngere wird der bestehende Bereich erweitert, während Fortgeschrittene sich auf einen echten Flowpark freuen können.
Für mich persönlich hat dieses Projekt eine besondere Bedeutung. Vor über zwanzig Jahren gab ich selbst den Startschuss für den Spiel- und Freizeitpark. Es freut mich, dass die Verwaltung heute daran anknüpft und ein altes Highlight neu aufbaut. Die Skateranlage zeigt, wie kommunalpolitischer Einsatz über Jahrzehnte Wirkung entfalten kann und warum es sich lohnt, über Jahre dranzubleiben.
Attraktivität erhalten, nicht nur am Stadion
Mit Blick auf die kommenden Jahre ist klar: Der Bürgerpark de Bütt bleibt wichtig. Während am Stadion ein neuer Spiel- und Freizeitpark für über zehn Millionen Euro entsteht, darf der etablierte Standort in Hermülheim nicht an Strahlkraft verlieren. Die neue Skateranlage ist ein starkes Signal, doch weitere Investitionen werden nötig sein.
Ein Fitnessbereich für Jung und Alt wäre ein sinnvoller nächster Schritt. Vorbild könnten die frei zugänglichen Sportgeräte im Kölner Grüngürtel sein. Gerade weil der Bürgerpark seit Jahrzehnten ein lebendiger Treffpunkt ist, sollten die Verantwortlichen seine Attraktivität kontinuierlich pflegen.
Ausblick:
Wenn die neue Skateranlage im September an den Start geht, gewinnt Hürth nicht nur ein Sportangebot zurück, sondern auch ein Stück Jugendkultur. Es ist ein Projekt, das zeigt, wie Stadt, Politik und junge Menschen gemeinsam etwas bewegen können. Mit der neuen Skateranlage kehrt ein Stück Identität in den Bürgerpark zurück.