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Preisträger für Einsatz zum Klimaschutz geehrt

von Saleh Mati am 20. November 2019

Stadt Hürth und innogy SE vergeben Preise

Im Ernst Mach Gymnasium drängelnden sich Zuschauer und aktive Initiativen zur Preisverleihung für den Klimaschutz. Dabei wählten im Vorfeld die Stadt Hürth in Zusammenarbeit mit innogy SE drei Preisträger aus. Dies waren die Gemeinschaftshauptschule Hürth-Kendenich, die Evangelische Kindertagesstätte „Am Mühlenhof“ und die Ökoinitiative „Zum Komarhof“. Alle nominierten Preisträger erhielten die Gelegenheit ihre Projekte vorzustellen. Abschließend gab die Jury die Platzierungen bekannt. Dabei waren für den ersten Platz 2500 Euro, für den zweiten Platz 1500 Euro und den dritten Platz 1000 Euro ausgeschrieben.

Gemeinschaftshauptschule präsentiert Schulgarten

Die Gemeinschaftshauptschule Kendenich legte mit ihrer Präsentation als erster los. Dabei schilderte Frau Haferkorn für die angetretene Gruppe ihr Projekt. Ausgangspunkt war der verwaiste Innenhof der Schule. Dort richteten die Schüler*innen mit ihren Lehrern beginnend in September 2018 den Schulgarten ein. Dabei war das erste Erntejahr sehr erfolgreich. Weiter findet im Schulgarten sogar Unterricht statt. Zudem bevölkern zunehmend Insekten den Garten. Frau Haferkorn berichtete, dass sich die Akteure vorstellen können, den Schulgarten zu erweitern. Deswegen konnten sich die Schüler*innen vorstellen, dass auf dem Außengelände ein Garten für Schmetterlinge angelegt wird. Eine Wildblumenwiese und ein buntes Staudenbeet sollen Bestandteil des Gartens werden.

Vertreter*innen Gemeinschaftshauptschule Kendenich

Ökoinitiative stellt ihr Projekt Wildbienen vor

Als zweites präsentierte die Ökoinitiative „Zum Komarhof“ ihr Projekt. Die Ökoinitiative „Zum Komarhof“ besteht aus 14 aktiven Mitgliedern. Frau Justine Lipke, Mitglied der Ökoinitiative, teilte den Zuhörern mit, dass es knapp 600 Arten von Wildbienen in unterschiedlicher Beschaffenheit gibt. Dabei benötigen die Wildbienen bedingt durch ihre Vielfalt der Arten für die Fortpflanzung unterschiedliche Lebensräume. Weiter sorgt die Vielfalt der Bienen ebenfalls für eine Vielfalt bei den Pflanzen. Alarmierend ist laut BUND, dass der Bestand an Insekten um fast 75 % zurückgegangen ist. Daher ist hier dringender Handlungsbedarf gegeben. Das von der Ökoinitiative bewirtschaftete Grundstück in Hürth-Efferen ist 3500 qm groß und bietet hierzu Möglichkeiten. Weiter gibt es eine Totholzhecke, mehrere Wildblumenwiesen und Blühinseln auf den Grasflächen. Dazu kooperiert der Verein bei seinen Projekten mit mehreren Kindertagesstätten und einer Grundschule. Ferner arbeitet der Verein selbst didaktische Lernmittel auf. Dabei betrachtet der Verein es als seine Mission das Wissen, den Respekt und die Gefährdung um die Natur weiterzugeben. Abschließend nannte der Verein seinen Traum, einen Lehrpfad zu den Wildblumen im Garten anlegen zu können. Damit soll das Wissen um die Wildbienen der Öffentlichkeit weitergegeben werden.

Vertreter*innen Ökoinitiative „Zum Komarhof“

Kita Mühlenhof erläutert ihre Bastelarbeiten

Als dritter Preisträger stellte Frau Julia Nelles von der Kita Mühlenhof ihr Projekt vor. Frau Nelles Wunsch war, dass die Kinder selber über ihr Projekt erzählten. Dabei schilderten die Kinder, wie sie sich Bienen, Hummeln und Hornissen anschauten. Weiter malten die Kinder Pflanzen und Bienen an die Fenster. Weiter sind Raupen angeliefert worden, die sich in der Kindertagesstätte in Schmetterlinge verwandelten. Die Kinder konnten die Verwandlung beobachten. Anschließend ließen sie die Schmetterlinge frei. Zudem pflanzten die Kinder Blumen und stellten eine Tränke für die Bienen zur Verfügung. Weiter bastelten die Kinder zu Sankt Martin Laternen in Form von Insekten. Aus dem Preisgeld möchten die Erzieher mit den Kindern gemeinsam beraten, was sie damit für die Umwelt leisten.

Im Anschluss an die Vorstellungen verkündete Frau Martina Meyer von innogy SE die Platzierungen zum diesjährigen Wettbewerb zum Klimaschutz. Der Kindergarten Mühlenhof erhielt den ersten Preis, die Ökoinitiative „zum Komarhof“ den 2. Preis und den den 3. Preis erhielt die Gemeinschaftshauptschule Kendenich.

Vertreter*innen Kindertagesstätte Mühlenhof

Innogy SE und Stadt Hürth freuen sich über den Einsatz zum Klimaschutz

Herr Dirk Breuer, Bürgermeister der Stadt Hürth erläuterte zu Beginn der Veranstaltung, dass die Verleihung des Klimaschutzpreises bereits seit mehreren Jahren stattfindet. Unterstützt werden Herr Breuer und Frau Meyer von Herrn Retz, Mitarbeiter der Stadt Hürth. Die Beteiligten sind Mitglieder der Jury, die über die Platzierungen der Bewerber entscheidet. Herr Breuer mahnte in dem Zusammenhang den sorgsamen Umgang mit unserer Umwelt an. Darüber hinaus freute sich unser Bürgermeister über die konkreten Projekte. Dies hatte er bereits im Anschluss einer Friday for fututre Demonstration vor dem Hürth Rathaus erhofft. Insbesondere der eigene Beitrag zum Klimaschutz ist wichtig. Die Stadt Hürth ist selbst in vielen Bereichen aktiv. Hier sind das Klimaschutzkonzept, der Green City Plan oder das Klima contracting zu nennen.

Frau Martina Meyer und Bürgermeister Dirk Breuer

Frau Martina Meyer freute sich über die vielen Ideen der Teilnehmer zu dem diesjährigen Thema „Insektensterben“. Sie teilte weiter mit, dass sie sich in der Jury mit Bürgermeister Herrn Breuer und Herrn Retz schnell über die Platzierungen einig waren.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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