Städtische Kunstrasenplätze sind in absehbarer Zeit zu sanieren

von Saleh Mati am 22. April 2018

Bisher sind nicht ausreichend Mittel im Haushalt eingeplant

Im Jahr 2006 erhielt der BC Stotzheim als erster Fußballclub einen Kunstrasenplatz. Dies geschah im Rahmen eines Tauschgeschäftes. Auf dem alten Fußballplatz entstanden Wohnhäuser. Dafür baute der Investor für die Stadt einen neuen Kunstrasenplatz und stellte diesem dem BC Stotzheim zur Verfügung. Dies war ein Kunstrasenplatz der sogenannten „ersten Generation.“

Dieser ist nun dringend zu sanieren, da er zahlreiche Schäden aufweist. Dadurch besteht Verletzungsgefahr für die Spieler. Der BC Stotzheim engagiert sich sehr stark in der Jugendarbeit und die Vereinsführung befürchtet, dass der Nachwuchs abwandert.

Die Verwaltung rechnete vor, dass für die Sanierung des Fußballplatzes ca. 250.000 Euro nötig sind. Darauf diskutierten die Verantwortlichen, wie die Sanierung des Kunstrasenplatzes zu finanzieren ist. Die Stadt wünscht sich eine Beteiligung des Vereins. Auch Frank Rock (CDU) meint, „eine Selbstbeteiligung der Vereine muss zukünftig ein Bestandteil solcher Finanzierungen sein.“ (Zitat Frank Rock von Frank Rock.de)

Die Stadt stellte sich einen Betrag von 30000 Euro verteilt auf 10 Jahre vor. Dies bedeutet eine jährliche Belastung von 3000 Euro für den Fußballclub. Bereits jetzt trägt der Verein zahlreiche andere Kosten des Unterhalts. Daher findet der Vorschlag keine Zustimmung.

Nicht nur der BC Stotzheim spielt auf einen Kunstrasenplatz. In Efferen, Fischenich und Gleuel gibt es weitere Kunstrasenplätze. Weiter verfügt der Hockeyclub über einen Kunstrasenplatz.

Weitere Kunstrasenplätze sind in absehbarer Zeit betroffen

Daher sollte unser Bürgermeister Dirk Breuer als Chef der Verwaltung den Vereinen eine grundsätzliche Lösung anbieten. Entsprechende Gespräche sind mit den Vereinen zu führen.

Darüber hinaus leiden viele Vereine neben den finanziellen Problemen darunter, dass sich immer weniger ehrenamtlich Helfer finden. Diese Umstände bedrohen die Existenz vieler Vereine. Dabei übernehmen diese eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe für unsere Gemeinschaft.

Daher finde ich, dass die Diskussion um die finanzielle Beteiligung der Vereine an den städtischen Sportstätten der falsche Weg ist. Diese tragen bereits jetzt viele Kosten des laufenden Betriebs. Die Vereine jetzt noch zusätzlich in die finanzielle Verantwortung zu nehmen, könnte zu einer Überforderung führen. Es besteht die Gefahr, dass Vereine ihre Arbeit einstellen müssen.

Der Haushalt der Stadt sollte die Kosten für die Instandhaltung der Hürther Kunstrasenplätze berücksichtigen. Auf der einen Seite die Gebühren für die Benutzung der städtischen Sportstätten abschaffen und auf der anderen Seite die Vereine mit Investitionen zu belasten ist der falsche Weg.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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