Allgemein Aktuelles
Kommentar 1

Warum Engagement in der Kommunalpolitik unser Hürth stärkt

von Saleh Mati am 6. April 2026

Kommunalpolitik lebt von Menschen, die sich einbringen. In Hürth zeigt sich jeden Tag, wie viel möglich wird, wenn Bürgerinnen und Bürger Verantwortung übernehmen. Der Text möchte Mut machen, selbst aktiv zu werden.

Demokratie beginnt vor der Haustür

Wer an Politik denkt, sieht oft große Bühnen, ferne Parlamente, komplizierte Debatten. Doch die eigentliche Kraft unserer Demokratie entsteht viel näher: in den Städten und Gemeinden. In Hürth und vielen anderen Kommunen ist das besonders sichtbar. Hier entscheidet sich, wie unsere Straßen aussehen, wie Kitas ausgestattet sind, wie Verkehr geplant wird und welche Projekte das Miteinander stärken.

Die Stadt Hürth beschreibt den Stadtrat als „wichtigstes Organ der Stadt“, das gemeinsam mit dem Bürgermeister die Bürgerschaft vertritt. Engagement bedeutet nicht nur Sitzungen und Papierkram. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und die eigene Stadt aktiv mitzugestalten.

Gleichzeitig zeigt sich ein Trend, der viele Kommunen betrifft: Immer weniger Menschen engagieren sich kommunalpolitisch. Der Altersdurchschnitt steigt, viele entdecken Politik erst im Ruhestand. Hürth ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Zwar gab es bei der letzten Kommunalwahl ein Ratsmitglied unter 20 Jahren und drei weitere unter 30 Jahren. Doch das reicht nicht aus, um die Perspektiven junger Menschen wirklich abzubilden. Auch Frauen sind weiterhin unterrepräsentiert. Dabei entsteht Begeisterung für Kommunalpolitik nicht durch Quoten, sondern durch Freude an der Sache, durch das Gefühl, etwas bewirken zu können. Hier sind die Parteien gefordert, diesem Wunsch nachzukommen.

Gerade in einer Zeit, in der weltweite Konflikte zunehmen und autoritäre Tendenzen vielerorts an Einfluss gewinnen, wird deutlich, wie wichtig starke demokratische Strukturen vor Ort sind.

Ein Satz von Olof Palme bringt die Bedeutung politischer Zugänglichkeit eindrucksvoll auf den Punkt: „Es ist eine Irrlehre, dass es Fragen gibt, die für normale Menschen zu groß oder zu kompliziert sind. Akzeptiert man einen solchen Gedanken, so hat man einen ersten Schritt in Richtung Technokratie, Expertenherrschaft, Oligarchie getan. Politik ist zugänglich, ist beeinflussbar für jeden. Das ist der zentrale Punkt der Demokratie.“

Engagement schafft Nähe, Wirkung und Gemeinschaft

Wer sich kommunalpolitisch engagiert, erlebt Politik nicht abstrakt, sondern unmittelbar. Man trifft Menschen, die sagen, was gut läuft und wo es hakt. Man lernt, Kompromisse zu finden, Verantwortung zu tragen und Entscheidungen zu erklären. Das stärkt nicht nur die Stadt, sondern auch die eigene Persönlichkeit.

Der Demokratietag Hürth 2025 zeigte eindrucksvoll, wie Beteiligung Begeisterung auslösen kann. Schülerinnen und Schüler entwickelten dort eigene Ideen, diskutierten Werte und erlebten, wie Demokratie sich anfühlt, wenn man selbst mitgestaltet.

Damit diese Lebendigkeit bleibt, braucht es neue Stimmen. Junge Menschen, die ihre Lebensrealität einbringen. Frauen, die politische Räume mitgestalten. Menschen, die bisher dachten, Politik sei nichts für sie. Kommunalpolitik wird stärker, wenn sie vielfältiger wird.

Ein weiteres Zitat unterstreicht, wie zentral Beteiligung ist: „Bürgerbeteiligung ist vor allem dann erfolgreich, wenn Bürger daran beteiligt sind.“ (Andreas Paust, Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung)

Wer selbst aktiv werden möchte, findet in Hürth viele Wege: Ortsvereine freuen sich über neue Mitglieder, Ausschusssitzungen sind öffentlich, Bürgerinitiativen suchen engagierte Mitstreiter und bieten jungen und älteren Menschen einen direkten Einstieg. Auch Vereine und gemeinnützige Organisationen sind wichtige Orte politischer Teilhabe. Sie arbeiten nah an den Bedürfnissen der Menschen, bringen Themen in die Stadtgesellschaft ein. Zudem bieten sie vielfältige Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen.

Fazit: Hürth braucht Menschen wie dich

Engagement in der Kommunalpolitik ist kein abstrakter Dienst an einem System. Es ist ein Beitrag zu einer lebendigen, offenen und solidarischen Stadt. Es ist die Entscheidung, nicht nur Zuschauer zu sein, sondern Mitgestalter.

Hürth lebt von Menschen, die Ideen haben, Verantwortung übernehmen und Demokratie im Alltag stärken. Jede Stimme, jede Initiative, jede Stunde zählt. Wer sich einbringt, verändert nicht nur seine Stadt, sondern auch sich selbst.

Vielleicht ist jetzt der richtige Moment, den ersten Schritt zu gehen.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

Kommentare

  1. Ok danke. Was ist denn der nächste Schritt?
    Der Call to Action versandet im Text.
    Irgendwelche weiteren Infos,
    Ein Button zur Anmeldung zur Sitzung etc. wären hilfreich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert