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Was ändert sich für Hürther Familien bei den Zuschusskriterien für iPads

von Saleh Mati am 11. Januar 2026

Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 in Hürth mit elternfinanzierten iPads ausgestattet werden. Die Verwaltung legt dafür ein sozial gestaffeltes Zuschussmodell dem zuständigen Gremium vor, das Familien entlasten soll. Der Ausschuss für Bildung, Soziales und Inklusion (BSI) berät am 14. Januar darüber und die Mitglieder können eigene Ideen oder Änderungsanträge einbringen.

Digitalisierung schreitet voran und die nächste Phase startet

Der Medienentwicklungsplan der Stadt Hürth nimmt weiter Gestalt an. In den vergangenen Monaten schaffte unsere Verwaltung bereits zahlreiche Geräte an und lieferte diese an die Schulen aus. Darunter waren mehrere Hundert iPads, Apple TV Geräte und Ladekoffer. Auch die Grundschulen profitieren von neuer Präsentationstechnik. Dadurch erhoffen sich alle Beteiligten einen modernen und flexiblen Unterricht. Parallel dazu erweiterte unsere Verwaltung den IT Servicevertrag mit AIXConcept. Damit sichert unsere Stadt die Wartung und Störungsbehebung langfristig ab.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der WLAN Versorgung. Erste Analysen und Testphasen verliefen erfolgreich, und für das Jahr 2026 sind zusätzliche Access Points vorgesehen, um die Netzabdeckung an allen Schulstandorten zu stärken.

Mit dem Ende des Übergangsjahres rückt nun die Einführung der Elternfinanzierung in den Mittelpunkt. Die Verwaltung bereitet ein zentrales Bestellportal vor, über das Eltern die Geräte ab Frühjahr 2026 direkt beziehen können. Während der Schulzeit steuert ein Mobile Device Management System die Tablets, das ausschließlich schulisch freigegebene Anwendungen zulässt. Eine Versicherung gegen Defekte ist Teil des Modells.

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drei Zuschussstufen mit 50 %, 75 % und 100 % Förderung durch unsere Stadt

Die Verwaltung schlägt ein Modell vor, das Familien je nach Situation unterschiedlich entlastet. Grundsätzlich möchte unsere Verwaltung, dass alle Eltern die Hälfte des Gerätepreises erstattet bekommen. Familien mit geringem Einkommen, Leistungsbezug, Pflegekinderkonstellationen oder zwei Kindern an weiterführenden Schulen sollen drei Viertel der Kosten zurückerhalten. Familien mit drei Kindern an weiterführenden Schulen könnten sogar vollständig von den Anschaffungskosten befreit werden. Bedingung ist, dass ein Kind anspruchsberechtigt ist. Zudem ist für die höheren Zuschüsse ein Antrag notwendig. Wer kein eigenes Gerät kaufen möchte, kann ein städtisches Bestandsgerät nutzen, das jedoch ausschließlich schulisch zu verwenden ist.

Sind unsere politischen Vertreter mit dem Vorschlag der Verwaltung einverstanden?

Der vorgelegte Vorschlag ist die Grundlage für die Beratung im BSI am 14. Januar 2026. Die Ausschussmitglieder können eigene Ideen einbringen, Änderungen vorschlagen oder alternative Modelle diskutieren. Erst nach dieser Beratung entscheidet der Ausschuss, welche Zuschusskriterien tatsächlich gelten sollen. Im Anschluss informieren die Schulen die Eltern über die Ergebnisse. Danach ist in den Schulkonferenzen über die Teilnahme am Elternfinanzierungsmodell zu entscheiden.

Ausblick: Entscheidung im Januar, Umsetzung im Frühjahr

Die Umsetzung des Modells ist für das Frühjahr 2026 geplant. Dann plant unsere Verwaltung, dass erste Geräte über das neue Bestellportal zu bestellen sind. Für die Hürther Schullandschaft wäre das ein weiterer Schritt in Richtung moderner, digital unterstützter Bildung und für viele Familien hoffentlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich möchte die Sitzung verfolgen und Euch im Anschluss umfassend über die Ergebnisse informieren.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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