Wir dürfen nicht warten, bis etwas passiert
Jeden Tag bewegen sich in Hürth tausende Menschen durch unsere Straßen – Kinder auf dem Weg zur Schule, Eltern auf dem Weg zur Arbeit, ältere Menschen auf dem Weg zum Arzt. Und jeden Tag vertrauen sie darauf, dass wir ihnen sichere Wege bieten. Doch an vielen Stellen unserer Stadt geraten sie in Situationen, die gefährlich und zu verbessern sind. Daher fuhr ich zu drei Stellen in unserer Stadt.
In den vergangenen Wochen sprachen wir viel über die Frechener Straße. Der tragische Unfall, das Verkehrsaudit, die Diskussionen im Ausschuss für Planung – all das hat uns wachgerüttelt. Doch während wir auf diese eine Stelle schauen, dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Stadt an vielen weiteren Punkten täglich an ihre Grenzen stößt oder diese bereits überschreitet. Und dass dort jeden Morgen und jeden Nachmittag Menschen unterwegs sind, die sich auf uns verlassen.
An der Horbeller Straße, Höhe Reifferscheidstraße, queren unzählige Schulkinder die Fahrbahn. Wer zu den Stoßzeiten dort steht, sieht es mit eigenen Augen. Dichter Verkehr, Staus, unübersichtliche Situationen. Autos, die sich durchschieben. Kinder, die versuchen, die viel befahrene Straße zu überqueren. Eltern, die hoffen, dass heute alles gutgeht. Es ist ein Ort, an dem man spürt, wie dünn die Linie zwischen Alltag und Gefahr manchmal ist.



Ähnlich sieht es an der Lortzingstraße aus. Auch hier treffen viele Kinder auf viel Verkehr. Die Verwaltung und die Politik haben diesen Punkt im Blick, und ich hoffe sehr, dass der Bau des Kreisels 2026 endlich beginnt. Denn jeder Tag, an dem wir warten, ist ein Tag, an dem wir riskieren, dass etwas passiert, das wir hätten verhindern können.
Unsere Verkehrswege sind so zu gestalten, dass sie sicher sind
Und dann ist da noch die Besler Straße. Ein Anwohner bat mich hierzu zu berichten, damit sich etwas verändert. Die Straße ist eng, der Verkehr stockt, Kinder fahren zur Grundschule am Wiesengrund. Es sind Situationen, die nicht erst als Punkte in der Unfallkommission auftauchen müssen, um zu erkennen, dass wir handeln müssen.
Wir dürfen nicht nur dort handeln, wo bereits etwas Schlimmes geschehen ist. Wir müssen dort handeln, wo Gefahr bereits erkennbar ist oder entsteht. Sicherheit darf nicht erst dann Priorität haben, wenn Statistiken es erzwingen. Sicherheit beginnt mit Verantwortung. Sicherheit beginnt mit unserer Verantwortung.
Hürth ist unsere Stadt. Die Menschen in unserer Stadt sind der Mittelpunkt unserer Stadt. Und wir müssen unsere Verkehrswege so gestalten, dass niemand Angst haben muss, sie zu nutzen.
Daher lassen sie Verwaltung und Politik daran erinnern, dass jede Straße zählt. Dass jede Kreuzung zählt. Dass jeder Mensch zählt.
Nicht erst, wenn etwas passiert. Sondern jetzt.