Wenn Straßen uns trennen, Efferen kämpft um Erreichbarkeit und Lebensqualität

von Saleh Mati am 14. Dezember 2025

Mitglieder des Ausschusses für Planung diskutieren Abbindung der Rondorfer Straße

Frau Müller lebt seit zwei Jahrzehnten in der Rondorfer Straße. Die kurze Verbindung zur über die Diagonalschleuse zur Ortsumgehung war für sie lange Zeit ein Stück Alltagssicherheit. Sie nutzte die Strecke für Arztbesuche, Einkäufe und um schnell zu ihrer Familie zu gelangen. Als SPD, CDU und Grüne die Diagonalschleuse schlossen, änderte sich ihr Alltag schlagartig. Seitdem fährt sie den Umweg über die Rondorfer Straße mit dem Mühseligen Abbiegen auf die Luxemburger Straße. Sie erlebt lange Wartezeiten und gefährliche Verkehrssituationen beim Abbiegen von der Rondorfer Straße auf die Bundesstraße. Die nun diskutierte Abbindung der Rondorfer Straße in Höhe von ehemals Bautz und Klinkhammer verstärkt diese Ängste. Frau Müller und viele Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Gebiet fürchten erhebliche Umwege, eingeschränkte Erreichbarkeit und eine weitere Isolation ihres Viertels.

Die Stadt plant, in Efferen Ost eine größere Fläche als Gewerbegebiet auszuweisen. Parallel dazu steht die mögliche Abbindung der Rondorfer Straße zur Entscheidung im Ausschuss für Planung an. Daher betreffen diese Maßnahmen nicht nur Flächen und Verkehrsführung, sondern unmittelbar die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner. Das Gebiet ist bereits durch die Ortsumgehung und die gesperrte Diagonalschleuse stark abgebunden vom restlichen Teil Hürth Efferens. Daher verschlechtert eine zusätzliche Abbindung die verkehrliche Erreichbarkeit weiter und steigert die Belastung für Familien, ältere Menschen und Pendler.

die Interessen der Bürgerinnen und Bürger sind zu hören

Aus kommunalpolitischer Sicht gilt es sorgfältig abzuwägen, ob eine Sperrung der Rondorfer Straße vertretbar ist. Das Gewerbegebiet zu entwickeln schafft Arbeitsplätze, stärkt die lokale Wirtschaft und sichert langfristig Einnahmen für die Stadt. Doch sollte die Politik die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner mit veränderten Verkehrsströmen ebenfalls berücksichtigen. Bereits damals ignorierte die SPD gemeinsam mit der CDU und den Grünen die Interessen vieler Menschen in dem Gebiet. Selbst meine Umfrage mit großer Beteiligung der Menschen aus dem Viertel und einem klaren Votum für die Öffnung der Diagonalschleuse fand kein Gehör bei der Mehrheit aus SPD, CDU und Grünen.

Deshalb fordere ich, dass der Ausschuss für Planung die Stimmen der Betroffenen ernst nimmt und die Entscheidung transparent im Dialog mit den Menschen vor Ort diskutiert. Es braucht klare Informationen zu Verkehrsführung, Lärmprognosen und möglichen Verkehrsströmen mit Wartezeiten. Bürgerbeteiligung darf kein Formalakt bleiben. Sie muss echte Einflussmöglichkeiten bieten. Die Erfahrungen von Menschen wie Frau Müller sollten in die Abwägung einfließen, damit politische Entscheidungen nachvollziehbar und verantwortbar bleiben.

Teilen Sie mir Ihre Erfahrungen und Vorschläge mit. Nur mit einer breiten, informierten Debatte können wir eine Entscheidung treffen, die wirtschaftliche Chancen nutzt und zugleich die Lebensqualität in Efferen schützt.

Hier der Link zu meinem Video https://youtube.com/shorts/CZZQxJ6L1Uc

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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