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Schlag ins Herz vieler Besitzer von Hunden

von Saleh Mati am 8. Dezember 2025

CDU, SPD und Grüne beschließen drastische Anhebung der Steuer

Eine Rentnerin sitzt mit ihrem Hund auf der Parkbank. Der kleine Mischling legt den Kopf auf ihr Knie, sie streicht ihm über das Fell. Für sie ist er mehr als ein Tier – er ist Begleiter, Trost und Familie. Doch genau diese Nähe wird nun teurer. Mit der drastischen Erhöhung der Hundesteuer greifen CDU, SPD und Grüne tief in die Taschen der Bürgerinnen und Bürger. (1. Hund Erhöhung um 13,64 % auf 100 Euro, dritter Hund Erhöhung um 55,75 % auf 176 Euro im Jahr)

Daher trifft es die Rentnerin genauso wie die junge Familie mit Hund. Der Vierbeiner, der Lebensfreude schenkt, wird plötzlich zum Kostenfaktor. In den sozialen Medien berichten Menschen über die steigenden Kosten der Haltung des Hundes. Einige Menschen posten, dass sie an ihre finanziellen Grenzen geraten. Bereits in der zweiten Sitzung des neuen Stadtrates fällten die neu gewählten Mitglieder des Stadtrates die Entscheidung. Und sie sorgt für heftige Diskussionen.

Politische Fronten im Stadtrat

– CDU und Grüne: stimmten geschlossen für die drastische Steuererhöhung. 

– SPD: schloss sich kommentarlos dem Bündnis von CDU und Grünen an. Ein bemerkenswerter Schritt, da die Partei im Wahlkampf soziale Schwerpunkte betont hatte. Nun sucht sie erneut die Nähe zur Verwaltung und zu CDU und Grünen. 

– AfD: wollte die Hundesteuer auf dem bisherigen Niveau belassen. Das war der weitestgehende Gegenentwurf. 

– Die Linke: brachte einen differenzierten Antrag ein, der auf Fairness und Tierschutz setzte. 

– FDP: legte keine eigene Initiative zur Hundesteuer vor – erstaunlich, da die Partei sonst auf Steuererhöhungen empfindlich reagiert. 

Die Stellungnahme der Linken

Jessica Ophoven, die den Antrag für die Linke ausgearbeitet hat, betont: 

„Mit der Ablehnung unseres Antrags wurde deutlich, dass eine gleichmäßige und gerechte Hundesteuer nicht gewünscht war. Pflegehunde, Assistenzhunde bestimmter Rassen, geprüfte ungefährliche Hunde und andere betroffene Gruppen wurden erneut nicht berücksichtigt. Das ist nicht gerecht, nicht inklusiv und sicher nicht tierschutzorientiert.“

Damit wird klar: Es ging nicht nur um Zahlen, sondern auch um die Frage, ob bestimmte Gruppen, wie Menschen mit Assistenzhunden, entlastet werden sollten. Der Mehrheit im Stadtrat entschied dagegen.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Die SPD warb im Wahlkampf für soziale Politik. Doch die Realität zeigt, dass es statt Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger neue Belastungen gibt. Die Hundesteuer wird so zum Symbol für eine Politik, die soziale Versprechen schnell vergisst. Hürth sich leisten können ist wieder zwei Schritte in die Ferne gerückt.

Daher wirft die Entscheidung Fragen auf, ob 

– die Hundesteuer wirklich als Steuerungsinstrument dienen soll? Möchten CDU, SPD und Grüne die Zahl der Hunde im Stadtgebiet mit der Steuer regulieren? 

– oder gestalten wir, wie von den Linken vorgeschlagen, die Hundesteuer nicht vielmehr fair und nachvollziehbar? 

Fazit

Die Hundesteuer-Debatte ist mehr als eine finanzielle Frage. Sie berührt das Verhältnis zwischen Politik und Bürgerinnen und Bürgern, zwischen Versprechen und Realität. Für viele Menschen ist der Hund ein Stück Familie, ein Stück Lebensqualität. Wenn diese Nähe nun mit höheren Abgaben belastet wird, bleibt ein bitterer Beigeschmack.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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