Rhein-Erft-Kreis bezieht Stellung zur Berichterstattung im Fernsehen

von Saleh Mati am 10. April 2022

Keine Gefährdung durch Altlast

Der Rhein-Erft-Kreis bezieht Stellung zu dem Bericht im Fernsehen über Gefahren durch Giftstoffe auf Hürther Boden. Die Kreisverwaltung kritisiert die Darstellung des Themas als extrem verkürzt und als skandalisiert. Auf der Homepage ist zu lesen, dass die Altlasten „bestens“ dokumentiert sind. Weiter wurden umfangreiche Untersuchungen und Maßnahmen seit dem Jahr 2004 durchgeführt.

Zudem kontrollieren bis heute vier Aufsichtsbehörden den Bereich und monitoren die Ergebnisse mit Hilfe von Proben. Darüber hinaus berichtet der Rhein-Erft-Kreis über das Verfüllen von kleineren Wasserflächen. Damit möchte die Kreisverwaltung wildlebende Tiere schützen. Die übrigen Gewässer stellen keine Gefahren für Menschen und Tiere dar. Ferner führt der Rhein-Erft-Kreis aus, dass auf der einen Seite keiner der angrenzenden Seen eine Belastung mit Cyanid aufweist. Dennoch schreibt der Rhein-Erft-Kreis, dass Abbauprozesse von Cyanid durch ausgesuchte Pflanzen forciert werden.

Rhein-Erft-Kreis zeigt am 04.05.2022 eine öffentliche Präsentation im Ausschuss

Die Kreisverwaltung schließt eine Gefährdung des Trinkwassers aus, da das Grundwasser nicht zur Gewinnung von Trinkwasser genutzt wird. Zudem soll sich das Grundwasser aus hydrogeologischen Gründen nicht ausbreiten können. Eine Belastung der Feldfrüchte und der Fische besteht nach den Aussagen des Rhein-Erft-Kreises de facto nicht. Die Gehalte an Cyanid liegen unterhalb der lebensmittelrechtlich zulässigen Werte. Die Gehalte an Cyanid der Zuckerrüben liegen in vergleichbarer Höhe von Zuckerrüben, die auf unbehandelten Flächen wachsen. Zudem überwacht der Rhein-Erft-Kreis in Zusammenarbeit mit Partnern den gesamten Bereich intensiv. Dabei werten zertifizierte Unternehmen die entnommenen Proben aus.

Weiter berichtet der Rhein-Erft-Kreis, dass RWE alle Kosten in Zusammenhang mit dieser Ablagerung trägt. Im Ausschuss für Umwelt, Kreisplanung und Energie am 04.05.2022 behandelt der Rhein-Erft-Kreis das Thema zusammen mit der Politik. Dabei plant die Kreisverwaltung eine Präsentation. Die Sitzung ist öffentlich.

Sie erhalten den vollständigen Bericht des Rhein-Erft-Kreises unter dem Link:

https://www.rhein-erft-kreis.de/umweltschutzkreisplanung/klarstellung

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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