Bericht zu Giftstoffen in Hürth wirft weitere Fragen auf

von Saleh Mati am 5. April 2022

Bürger stellt im Stadtrat Fragen zum Bericht der Sendung Fakt

Am Dienstag in der Sitzung des Stadtrates stellte ein Bürger Fragen zur Sendung von Fakt (ARD). Die Verwaltung wird die Fragen zur Niederschrift beantworten. Auslöser war der Bericht der Sendung Fakt im Ersten Programm.

Hier der Link zu der Sendung:

https://www.ardmediathek.de/video/fakt/vergifteter-boden-verseuchtes-wasser-wie-chemie-altlasten-generationen-belasten/das-erste/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9lNmM5ZWRhOC1lMTg1LTRiMjMtYjc4MS00ZDU3NWE2MjYxMTU

Der Fragesteller wollte von der Verwaltung wissen, wie hoch die Bodenkontamination im Umfeld des Chemieparks Knapsack ist und ob die Verunreinigungen weiter in das Grundwasser gelangen. Weiter bat der Bürger um Auskunft, warum die Stadt Hürth auf eine nach seinen Worten ungenügende Bodenschichtfilterung setzt. Weiter warf der Fragesteller der Verwaltung vor, dass sie den Betreibern der Filteranlagen bei der Kontrolle der eigenen Filter vertraut. Abschließend fragte der Bürger, ob die Verwaltung in Hürth eine Gefährdung durch Giftstoffe ausschließen kann. Falls die Verwaltung eine Gefährdung für die Bürger nicht ausschließen kann, dann wollte der Bürger wissen, was die Verwaltung unternehmen wird.

Bürger starten eine Petition mit der Bitte, offene Fragen aus der Sendung zu klären

Der Bürger nahm in seinen Fragen Bezug auf den Bericht im Fernsehen. In dem Bericht beschrieben die Journalisten, dass riesige Mengen Giftstoffe, wie beispielsweise Zyanid, ungefähr einen Meter unterhalb der Erdoberfläche auf einem Zuckerrübenfeld in der Nähe von Hürth-Knapsack vergraben sind. Dort sollen sich die Giftstoffe bis heute ungesichert befinden. Weitere Giftstoffe sollen auf anderen Geländen in der Nähe liegen. Nähere Informationen finden Sie ebenfalls in dem Film aus der ARD-Mediathek.

Hier ist nicht nur unsere Stadt Hürth gefordert, sondern ebenfalls der Rhein-Erft Kreis. Dabei sollten die Fragen des Bürgers auskömmlich beantwortet werden. Mittlerweile gibt es im Internet bereits eine Petition, die Aufklärung fordert. Ich bin von dem Bericht im Fernsehen selbst sehr betroffen. Dabei hoffe ich auf Unterstützung bei der Beantwortung der Fragen vom Land NRW und dem Rhein-Erft Kreis. Weiter ist das Anliegen des Bürgers verständlich, dass Bodenproben von der Stadt (oder einer übergeordneten Behörde) zu nehmen sind. Falls die Bodenproben Entwarnung geben sollten, dann wären die Bodenproben gut investiertes Geld in ein gutes Ergebnis. Die Unsicherheit zur fachgerechten Aufbewahrung der Stoffe ist mit dem Bericht im Fernsehen in die Welt gesetzt. Jetzt gilt ist die Unsicherheit einzufangen und die im Bericht der Fernsehsendung Fakt aufgeworfenen Fragen zu klären.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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