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Straßen NRW baut Fuß und Radweg zwischen Hürth und Erftstadt aus

von Saleh Mati am 15. April 2021

Diskussion um die Breite des Radwegs

Straßen NRW baut demnächst den Radweg zwischen Hürth und Erftstadt aus. Unterschiedliche Meinungen gibt es zur Breite des künftigen Fuß- und Radwegs. Während die Stadt Hürth den Radweg auf 3 Meter verbreitern möchte, hat es den Anschein, dass Straßen NRW die Breite auf 2 Meter begrenzen möchte.

Im Jahr 2019 fand die Deckensanierung der B 265 n statt. Die Fuß- und Radwege reparierte der Landesbaubetrieb in einigen kleineren Abschnitten . Zum weiteren Ausbau der Fuß- und Radwege bat der Landesbaubetrieb die anliegenden Städte um eine Stellungnahme. Dabei deuten sich unterschiedliche Standpunkte an. Die Mitarbeiter der Stadt Hürth fordern einen Ausbau des Wegs auf 3 Meter. Erfolgt dieser Ausbau nicht, so befürchtet die Mitarbeiter, dass der Radverkehr stellenweise als Mischverkehr auf die Straße geführt werden muss. Dies würde für die Autofahrer eine erhebliche Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit bedeuten.

Die Mitarbeiter der Stadt Hürth sehen in der Nebenanlage zur B 265 n zwischen Hürth und Erftstadt einen überörtlichen Radweg. Zusätzlich nutzen Fahrradfahrer den Weg als Freizeitroute. Zudem möchte die Planer, dass der Radweg in zwei Richtungen befahrbar sein sollte. Aus diesem Grund sei eine Breite von 2 Meter nicht ausreichend.

Autofahrer und Radfahrer als Mischverkehr auf der B 265 n vermeiden

Die Gründe, weshalb Straßen NRW eine Breite von 2,5 Meter oder 3 Meter ablehnt, gehen aus der Vorlage nicht hervor. Soll eine zu große Versieglung vermieden werden oder sind die Kosten für einen 50 % größeren Ausbau ausschlaggebend. Wird der Radweg wirklich stark befahren?

Heute besichtigte ich den Radweg und konnte vereinzelt Radfahrer sehen. Der Wunsch nach sich verändernder Mobilität ist ein weiterer Grund für den Wunsch nach breiteren Radwegen. Diesen Gedanken kann ich nachvollziehen. Zudem fahren die Fahrradfahrer schneller als vor 10 Jahren. Falls der Ausbau jetzt nicht in der richtigen Breite erfolgt, dann ist eine spätere Anpassung schwierig möglich.

Persönlich halte ich nichts von Mischverkehr auf der B 265 n. Mit dem Ziel, den Radverkehr zu stärken, sollte Straßen NRW den Radweg breiter ausbauen. Vielleicht könnten sich die anliegenden Kommunen finanziell beteiligen. Dann wäre vielleicht eine Einigung möglich und alle Beteiligten Verkehrsteilnehmer zufrieden.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

Kommentare

  1. Ein Radweg befindet sich doch zu beiden Seiten der B265. Die Breite von 2m erscheint mir dabei völlig ausreichend. Die Verbreiterung auf 3m und die Nutzung in beide Richtungen würde effektiv eine Breite von lediglich 1,50m ergeben. Das kann bei entgegenkommenden Gespannen oder überholenden Schnellfahrern zu brenzligen Situationen führen. Mischverkehr auf der Strasse habe ich in all den Jahren, die ich diese Strecke gefahren bin, noch nicht erlebt (mit Ausnahme weniger unbelehrbarer Rennradfahrer).

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