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Fremdenfeindlicher Beitrag zum SPD Antrag zur Seebrücke

von Saleh Mati am 3. Oktober 2019

Geschmacklose Äußerung von Kurt Martmann

Die SPD stellte in der September-Ratssitzung einen Antrag, dass die Stadt Hürth zum Bündnis „Seebrücke-Schafft sichere Häfen!“ beitritt. Grüne, Freie Wähler und CDU lehnten den Antrag ab.

Kurt Martmann, Mitglied der freien Wähler in Hürth, lehnte den Antrag ab. Dabei begründete er seine Ablehnung damit, dass es wohl eher sinnvoll sei die Lebensverhältnisse der Flüchtlinge in Afrika zu verbessern. Zudem sollten sichere Häfen in Afrika geschaffen werden. Dies war der Anfang von Beiträgen mit fragwürdigen Argumenten. Diesen Argumenten folgte die geschmacklose Äußerung:

Weiter meinte Herr Martmann, dass „Hürth nicht in einem Reisekatalog für Flüchtlinge auftauchen soll.“ Diese Bemerkung im Rat der Stadt Hürth fand ich abscheulich.

Aus meiner Sicht begibt sich kein Mensch gerne auf eine solche gefährliche Überfahrt. Dabei haben schon tausende Menschen ihr Leben verloren. Die Absicht des Antrags war, die Seenotrettung zu unterstützen und das Sterben in dem Mittelmeer zu verhindern.

Jetzt können wir darüber diskutieren, ob eine unmittelbare Reaktion auf die Äußerung von Kurt Martmann in der Ratssitzung angebracht oder nicht angebracht gewesen wäre. Wäre es sinnvoll gewesen, dieser Bemerkung mehr Aufmerksamkeit zu schenken?

Zudem demonstrieren viele Menschen gegen rechts und betonen immer wieder, dass wir Zeichen setzen müssen.  Dieser Satz von Kurt Martmann im Stadtrat und im Zusammenhang mit dem Wunsch Menschenleben zu retten ist geschmacklos. Schweigen ist der falsche Weg. Zeichen setzen ist richtig.

Ich finde es beschämend, den Menschen, die ihr Leben auf der Überfahrt für ein würdevolles Dasein riskieren gleich zu setzen mit den Spaß einer Fahrt aus dem Reisekatalog. Traurig dies im Rat der Stadt Hürth zu hören.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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