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Günstige Versorgung mit Fernwärme in Hürth gesichert

von Saleh Mati am 19. September 2019

Umbau der Fernwärme bald abgeschlossen

Im Jahr 2015 standen die Stadtwerke vor der schwierigen Aufgabe die Versorgung der Fernwärme für die Hürther Bürger auch in Zukunft sicherzustellen. Dabei drohte RWE die Bezugskosten mehr als zu verdoppeln. Das hätte auch eine erhebliche Verteuerung der Fernwärme für die Hürtherinnen und Hürther bedeutet. Damals überzeugte das vorgestellte Konzept des Vorstands der Stadtwerke, Dr. Dirk Ahrens-Salzsieder alle Mitglieder des Verwaltungsrates. Weiter ist unser gemeinsames Ziel, die Versorgung der Fernwärme für die Hürther Bürger zu günstigen Preisen zu sichern. Daher übernahm Dr. Dirk Ahrens Salzsieder die komplexe Aufgabe als Vorstand der Stadtwerke.

Die Aufgabe erfordert Mut und ein starkes Team von Mitarbeitern. Die Verantwortlichen der Stadtwerke führten zahlreiche Verhandlungen mit beteiligten Partnern, Planern und Baufirmen. Weiter waren detaillierte Planungen und viele rechtliche Fragen zu klären. Zudem konnte sich keiner der Beteiligten auf Erfahrungswerte ähnlicher Vorhaben beziehen. Die Personalsituation war ebenfalls angespannt. Fachleute sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt und schwer zu finden. Zudem liegen die Gehaltswünsche oft über dem Möglichen für öffentliche Arbeitgeber.

Günstige Fernwärme umweltfreundlich fast ohne Kohlenstoff

Trotzdem war Dr. Ahrens-Salzsieder mit seinem Team überzeugt diese Aufgabe bewältigen zu können. Die Zeit war ebenfalls knapp. Aufgrund geänderter Gesetze musste die Inbetriebnahme einer Turbine in 2018 erfolgen, um Zuschüsse zu sichern. Damit konnten die Stadtwerke Kosten sparen. Die Mitarbeiter der Stadtwerke berichteten der Politik regelmäßig. CDU, Grüne und SPD sprachen Ihren Dank für die Arbeit aus.

Jetzt steht das Projekt kurz vor dem Abschluss. Das Ziel die Hürther Bürger mit günstiger Fernwärme auch in Zukunft zu versorgen scheint möglich. Weiter ist unter klimapolitischen Gesichtspunkten dies der einzigartige Einstieg einer Stadt in die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung (frei von Kohlenstoff), denn 80% der Wärme für Hürth wird aus Abwärme bereitgestellt.

Kurz vor dem Ziel und nach 4 Jahren harter Arbeit beginnt eine Diskussion um die gestiegenen Kosten. Dabei war der Startschuss eine im Mai gemeinsam beschlossene Prüfung der Gründe zu den gestiegenen Kosten. Der schriftliche Bericht liegt bis jetzt den Mitgliedern des Verwaltungsrates nicht vor. Dabei ist unser Bürgermeister Dirk Breuer im Gespräch mit den Prüfern und hat einen tieferen Einblick. Der mündliche Bericht im Verwaltungsrat zur Prüfung sind Vorwürfe an den technischen Vorstand, Dr. Ahrens-Salzsieder. Auch Dr. Dirk Ahrens-Salzsieder liegt ein schriftlicher Bericht nicht vor. Daher hat er keine Möglichkeit Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen. Trotzdem drängen CDU und Grüne es nach den spärlich vorliegenden Informationen nach personellen Konsequenzen. So entzog die politische Mehrheit Herrn Dr. Ahrens-Salzsieder die Zuständigkeit für die Fernwärme. Weiter übertrugen die Mehrheitsfraktionen diese an Herrn Stefan Welsch. Dieser ist seit Anfang des Jahres bei den Stadtwerken als zweiter Vorstand beschäftigt.

Kurz vor Abschluss der Arbeiten ist das Lob vorherige Lob für die geleistete Arbeit vergessen

Persönlich wundert mich diese politische Kehrtwende. Jahrelang hörte ich nach fast jedem Zwischenbericht im Verwaltungsrat überschwängliches Lob zur  bisher geleisteten Arbeit. Jetzt ist kurz vor Abschluss alles vergessen. Ohne Vorlage des schriftlichen Berichts dreht sich alles um eine Person. Auch scheint das Projekt Fernwärme das einzige Projekt mit gestiegenen Kosten in der Stadt Hürth zu sein. Dabei ist Vergessen oder politisch uninteressant der Bau der Hürther Feuerwache. Dieser fällt wesentlich teurer aus. Ich könnte hier viele Projekte mit Kostensteigerungen aufzählen. Zumal wir Lehrgeld häufig zahlen, wenn wir eine schwierige Aufgabe das erste Mal übernehmen. Das ist mir nicht unbekannt. Zudem sind Erfahrungen stets wertvoll. Aber hier suggerieren Bürgermeister, CDU und Grüne ohne Vorlage einer schriftlichen Dokumentation, dass dem Vorstand der Stadtwerke, Dr. Dirk Ahrens-Salzsieder schwerwiegende Fehler unterlaufen sein sollen.

Haushalt der Stadt Hürth steht besser dar als in vielen anderen Kommunen in NRW

Dr. Dirk Ahrens-Salzsieder ist seit Jahren für die Finanzen der Stadt verantwortlich. Der Haushalt der Stadt Hürth erwirtschaftet seit Jahren einen Überschuss, obwohl CDU und Grüne den Haushalt immer wieder mit zusätzlichen Ausgaben belasten. Dabei ist es auch sein Verdienst, dass die Stadt Hürth im Vergleich zu vielen Kommunen in NRW finanziell sehr gut aufgestellt ist. Dabei bedeutet für Dr. Ahrens-Salzsieder dies viel Arbeit und den Einsatz persönlicher Freizeit.

Ich finde es schade, dass die politische Mehrheit aus CDU und Grünen einen solchen Umgang mit einem verdienten Menschen pflegt. Dennoch leisteten aus meiner Sicht die Beteiligten bei den Stadtwerken bei der Aufgabe die Fernwärme zu sichern sehr gute Arbeit unter schwierigen Bedingungen. Zudem hat Dr. Dirk Ahrens-Salzsieder mit seiner langjährigen guten Arbeit in Hürth einen wesentlichen Verdienst am Wohl unserer Stadt.

Wir hatten im Jahr 2015 begonnen die Fernwärme neu aufzustellen mit dem Ziel die Preise deutlich unter dem von RWE angebotenen Mehrkosten zu halten. Dies scheint zu gelingen. Bisher sprach ich im Verwaltungsrat keinen überschwänglichen Dank an den Vorstand der Stadtwerke Dr. Ahrens-Salzsieder und seinen Mitarbeitern aus. Dies hole ich jetzt nach und bedanke mich.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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