Verwaltung möchte Studentendorf um 252 Plätze erweitern

von Saleh Mati am 14. April 2018

Politik stimmt den Vorentwurf der Planung einstimmig zu

Im Jahr 2015 trat das Studierendenwerk an die Stadt Hürth mit der Absicht heran, das Studentendorf um 800 Wohnheimplätze zu erweitern. Diese massive Erweiterung stieß bei den Anwohnern auf heftigen Protest. Darauf fanden mehrere Gespräche mit dem Studierendenwerk statt. Dabei besprachen die Verantwortlichen auch Themen, wie eine bessere ÖPNV Anbindung von Efferen nach Köln. Zudem gab es zahlreiche Bedenken, ob die Infrastruktur des Wohngebiets einen so beträchtlichen Ausbau verkraften kann. Ein weiterer Diskussionspunkt war der Bau einer Kita auf dem Gelände des Studentendorfs.

Nach knapp zwei Jahren und zahlreichen Gesprächen gab es eine Einigung. Das Studentendorf soll um 252 Wohnheimplätze wachsen. Zudem baut die Stadt auf eigene Kosten eine Kita auf dem Gelände. Am 16.04 findet in der Efferener Grundschule im Wiesengrund eine Bürgerinformation statt. Hier stellt die Verwaltung die Pläne allen Interessierten vor. Dabei wird sicherlich auch über die geplanten Baukörper zum Hönninger Weg zu diskutieren sein. Die Anwohner forderten hier zwei Geschosse, dagegen war eine Bebauung der hinteren Gebäude mit 6 Geschossen vorstellbar. Diese Idee findet sich im aktuellen Vorentwurf nicht wieder.

Vorentwurf der Bebauung Studentendorf Efferen West

Grüne und CDU verspielen in Hürth Efferen eine große Chance mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen

Natürlich ist auch die Stadt Köln als Universitätsstadt gefordert entsprechenden Wohnraum für die Studentinnen und Studenten zur Verfügung zu stellen. In Hürth ist der bezahlbare Wohnraum knapp. Das jüngst von den Grünen und CDU Politikern beschlossene Baugebiet in Efferen-West wird wohl eher für gut betuchte Mitbürger interessant sein. Auch hier hätte über entsprechende Mehrfamilienhäuser Wohnraum für Studentinnen und Studenten geschaffen werden können. Hier verspielte das grün-schwarze Bündnis leichtfertig eine Chance, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der Bedarf in Hürth nach bezahlbaren Wohnraum wächst in vielen Bevölkerungsgruppen. Auch die Absicht von Grünen und CDU den Ausbau von bezahlbaren Wohnungen in einzelnen Stadtteilen zu begrenzen, weil der Anteil im jeden Stadtteil gleich sein soll, ist aus meiner Sicht der falsche Weg. Den Wohnungssuchenden interessiert keine Quote, sondern eher die realistische Chance eine Wohnung in Hürth zu finden. Zudem ist eine Quote kein Garant dafür, dass wir städtebaulich anspruchsvolle Quartiere zum Wohnen bekommen.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

Kommentare

  1. Verehrter Herr Mati, Sie haben die von den Grünen angedachte Quote falsch verstanden, es soll nichts begrenzt werden sondern ganz im Gegenteil auf ein Minimum angehoben werden.

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