Tagesmütter sind ein wichtiger Bestandteil bei der Kinderbetreuung

von Saleh Mati am 8. Oktober 2017

Jugendhilfeausschuss diskutiert über bessere Rahmenbedingungen

Die neue Landesregierung beabsichtigt die Rolle der Tagesmütter in der Kinderbetreuung zu stärken. Dazu sollen zukünftig die Art der Beschäftigung und der Einsatz der Betreuerinnen und Betreuer flexibler geregelt sein. So ist vorstellbar, dass die Tagesmütter  zwischen einer Selbständigkeit und einem Verhältnis als Angestellte wählen können. Auch denken die Landespolitiker darüber nach, die Grenze von maximal 8 Verträgen zur Betreuung aufzuheben.

Ein anderes Problem stellen die unterschiedlichen Regelungen und Vorschriften der Kommunen untereinander dar. Dies betrifft neben den Vorschriften auch die Vergütungen. Zudem wünschen sich viele Betreuerinnen und Betreuer, dass der Beruf mehr Anerkennung erhält. Derzeit beinhaltet die Ausbildung zur Tagesmutter 160 Betreuungseinheiten.

In Hürth stellte die SPD-Fraktion einen Antrag mit dem Ziel, die Bedingungen für die Arbeit und die Entlohnung der Betroffenen zu verbessern. Katrin Härtl, SPD, forderte, die Tagesmütter im Fall von Krankheit den Erzieherinnen und Erziehern gleich zu stellen. Auch die Entlohnung sollte jährlich um 1,5 % erhöht werden. Zudem fordert die SPD-Fraktion in ihrem Antrag, dass die Stadt Vertretungsstützpunkte schafft. Die Kinder sollen nach Möglichkeit bei Ausfall ihrer Tagesmutter die Vertretung im Vorfeld kennen lernen.

Am Ende der Diskussion im Ausschuss für Jugendhilfe gab es keinen Beschluss. Vielmehr einigten sich die politischen Vertreter, die Entwicklung auf Landesebene abzuwarten. Anschließend ist dieses Thema mit der Fortschreibung des Kinderbedarfsplans in Hürth wieder aufzunehmen. Dies könnte bereits in der Sitzung im Dezember geschehen.

Aktuell gibt es in Hürth 165 Betreuungsplätze in der Tagespflege. In den Hürther Kindertagesstätten werden knapp 2250 Kinder betreut. Die Kosten für den laufenden Betrieb sind in den letzten Jahren gestiegen und liegen derzeit bei ca. 8 Millionen Euro. Aus diesem Grund hoben CDU und Grüne 2016 die Beiträge für die Betreuung an. Zudem beschloss die Ratsmehrheit eine Dynamisierung von 1,5 % jährlich.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004

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