Kosten der Musikschule sollen gesenkt werden

von Saleh Mati am 30. Juni 2017

Verwaltung prüft den Einsatz von Honorarkräften

Die Musikschule beschäftigt derzeit 34 Musikschullehrer. Viele arbeiten in Teilzeit. Eine Umstellung auf Honorarkräfte würde sich unmittelbar auf den Betrieb der Musikschule auswirken. Dabei ist das Thema „Honorarkräfte“ kein neues Thema. Bisher lehnte die Verwaltung den Einsatz von Honorarkräften stets ab. Die Firma Rödl & Partner brachte das Thema mit ihrer Untersuchung zur Effizienz in der Verwaltung wieder auf die Tagesordnung.

Während die SPD Honorarkräfte kategorisch ablehnt, stehen CDU und Grüne dem Thema bisher offen gegenüber. Jetzt liegt eine erste Stellungnahme der Verwaltung vor.  Dabei zeigt die Vorlage eine Menge von Schwierigkeiten auf, falls die Politik das Konzept umsetzen sollte.

Dabei ist ein Hauptpunkt, dass bei den Honorarkräften keine Scheinselbständigkeit vorliegen darf. Daher sollte der Vertrag keine Arbeitszeiten festlegen und keine Teilnahme an regelmäßigen Dienstbesprechungen vorgegeben. Weiter dürfen Honorarkräfte die Musikinstrumente der Schule nicht nutzen, wie beispielsweise ein Klavier, ein Kontrabass oder eine Tuba. Das Projekt Jekits (Jedem Kind, Instrumente, Tanzen, Singen) in unseren Grundschulen ist nur mit angestellten Musikschullehrern möglich. Dies sind nur einige Punkte, die in Verbindung mit der Beschäftigung von Honorarkräften zu beachten sind.

Außerdem würde die Umstellung hauptsächlich über altersbedingtes Ausscheiden oder Fluktuation funktionieren.

Bürgermeister strebt bis 2025 ein Anteil von 10 – 15 % Honorarkräften in der Musikschule an

Die Verwaltung errechnete eine Ersparnis  zwischen einem angestellten Musikschullehrer und einer Honorarkraft von 18197,31 Euro pro Jahr. Bei diesem Betrag geht die Verwaltung davon aus, dass die Honorarkräfte außer dem Musikunterricht auch organisatorische Arbeiten erledigen.

Die aufgezeigten Schwierigkeiten lassen erkennen, dass die Musikschule nicht mit 100 % Honorarkräften zu betreiben ist. Daher strebt der Bürgermeister ein Konzept mit dem Ziel an, bis 2025 in der Musikschule einen Anteil von Honorarkräften  von 10 – 15 % der Beschäftigen zu erreichen.

Die Vorlage der Verwaltung ist eine rein wirtschaftliche Betrachtung. Aussagen zu möglichen Auswirkungen auf die Qualität des Unterrichts lassen sich nicht finden.

Der Ausschuss diskutiert am 29.06 über das weitere Vorgehen.  Das Thema ist sicherlich für die Zukunft der Musikschule von großer Bedeutung.

 

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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