Studentendorf soll um 250 Betten wachsen

von Saleh Mati am 22. Juni 2017

Verwaltung und Studierendenwerk finden einen Kompromiss

Die SPD-Efferen lud am 22.06 im Huerth Planet zum Bürgertreff ein. Die Sitzung moderierten Saleh Mati und Gerald Wolter. Vor knapp 2 Jahren trat das Studierendenwerk an die Stadt Hürth mit der Absicht heran, die Anzahl der Betten im Studentendorf um knapp 800 auf 1800 zu erhöhen. Dieser plötzliche Vorstoß überraschte viele Anwohner. Es gab Widerstand gegen diesen massiven Ausbau. Daher beschlossen die Politiker im Ausschuss für Planung  eine Veränderungssperre, um die Zeit für Gespräche zu nutzen.

Mittlerweile gab es mehrere Treffen zwischen der Stadt, der Uni und dem Studierendenwerk. Ein Kompromiss scheint gefunden zu sein. Auf einer Veranstaltung der SPD-Efferen im Hürth Planet brachten Herr Siry und Herr Schmitz die Anwohner und die politischen Vertreter auf den neuesten Stand. Zunächst stellte Herr Schmitz den Bürgern den dringenden Bedarf der Studierenden für Wohnraum dar. Das Studentendorf eignet sich aus seiner Sicht ideal, um einen Teil des Bedarfs zu decken. Insbesondere da die benötigten Flächen im Besitz des Studierendenwerks sind.

Der neue Bebauungsplan soll Baurecht für 250 zusätzliche Betten schaffen. Dazu soll es neben dem Bebauungsplan einen städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und dem Studierendenwerk geben, der den Zuwachs um 250 Betten regelt.

Die Bürger geben auf der Veranstaltung erste Anregungen

Herr Siry stellte den ersten Entwurf des Bebauungsplans mit vier geschossigen Häusern vor. Dazu empfanden einige Anwohner den Höhenunterschied von ihrem Einfamilienhaus zu dem benachbarten 4-geschossigen Haus als zu hoch. Als Alternative schlugen die Betroffenen vor, dass das Studierendenwerk in direkter Nachbarschaft zu den Einfamilienhäusern zweigeschossig baut und im Studentendorf selber sowie zum Randbereich dafür 6 geschossig. So ist der zusätzliche Wohnraum ebenfalls zu realisieren und städtebaulich ist dies verträglicher.

Manfred Siry (Leitender Stadtbaudirektor der Stadt Hürth), Jörg Schmitz (Geschäftsführer Studierendenwerk Köln)

Andere Anwohner verknüpfen die Erweiterung des Studentendorfs an einen besseren Takt der Linie 18 von Hürth nach Köln. Dabei ist den Beteiligten bewusst, dass eine Taktverdichtung erst nach Abschluss der Ortsumgehung möglich ist. Die Teilnehmer der Veranstaltung beklagten, dass bereits jetzt die Straßenbahn teilweise überfüllt ist. „Die bisherigen Gespräche zwischen den Beteiligten waren bisher nicht besonders zielführend. Wir bleiben aber am Thema Taktverdichtung dran“, ergänzt SPD-Ratsherr Gerald Wolter.

Herr Siry verkündete, dass die Erweiterung des Studentendorfs auf der nächsten Tagesordnung des Ausschusses für Planung steht. Die Pläne sind ab dem 23.06 über den Sitzungsdienst der Stadt Hürth einzusehen. Im Rahmen des Verfahrens zum Bebauungsplan gibt es eine Bürgeranhörung. Hier stellt die Verwaltung das Projekt vor und die Bürger haben Gelegenheit sich mit Anregungen und Einwänden zu beteiligen.

Saleh Mati: “Es ist uns gelungen, unseren Bürgertreff so zu terminieren, dass die Anwohner in einem frühen Stadium ihre Anregungen an die Verantwortlichen weitergeben konnten. Zudem freue ich mich über die sachlich geführte Diskussion.“

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

Kommentare

  1. Sehr geehrte Leserinnen und Leser unseres Artikels.

    Herr Siry beantwortete uns einen Teil der aufgetauchten Fragen. Wir veröffentlichen die Antworten und hoffen, dass unsere interessierten Gäste des Bürgertreffs die Antworten hier finden. Wir bedanken uns bei Herrn Siry und den Stadtwerken für die schnelle Beantwortung.

    Gelegentlich wird offensichtlich auf der Rondorfer Straße eine Baustellenampel installiert. Es wurde gebeten, die Abstände zwischen den Ampeln zu verringern. Dies sei nach Ansicht der Anwohner möglich und würde zu einem besseren Verkehrsfluss beitragen.

    Der zulässige Abstand der Baustellenampel ist in der verkehrsrechtlichen Anordnung geregelt. Firma Nießen ist angehalten diese Abstände einzuhalten. Die Firma Nießen wurde heute von uns auf die Einhaltung der in der verkehrsrechtlichen Anordnung ausgewiesenen Abstände hinweisen.
    Mit E-Mail vom 22.06.2017 hat uns die Firma bestätigt, das sie die Ampelanlage bis Hausnummer 25 vorgezogen und damit die in der verkehrsrechtlichen Anordnung ausgewiesenen Abstände (50m) eingehalten hat.

    In der Hahnenstraße, Abschnitt zwischen Rondorfer Straße und Einfahrt in das Studentendorf müsse ein Halteverbot angeordnet werden, weil es durch falsch geparkte Fahrzeuge zu gefährlichen Situationen käme.

    Der hier beschriebene Missstand ist nicht auf die Baustelle zurückzuführen. Der Baubereich ragt nicht in den beschriebenen Bereich und engt diesen nicht zusätzlich ein. Wie auf dem beigefügtem Foto vom 09.09.2015 (bereitgestellt durch das planende Ingenieurbüro BFT) zu sehen ist, stehen die Fahrzeuge unabhängig von der Baustelle an dieser Stelle.
    Die angesprochene Problematik kann nur durch eine grundsätzliche Änderung der Verkehrsführung an der Stelle (durch das Ordnungsamt) gelöst werden. Die Baustelle ist hier nicht der Verursacher.
    Für die erforderlichen Arbeiten in diesem Bereich (Querung der Hahnenstraße) ist heute ein Termin mit der Firma Nießen und dem Ordnungsamt vor Ort geplant. Hier werden für den Zeitraum der Arbeiten (Querung der Hahnenstraße) Abstimmungen zu Verkehrsregelungen in dem Bereich getroffen.

    Die Baustelle sei sehr verschmutzt. Mehrere Beschwerden bei der Baufirma und den Stadtwerken hätten zu keinem befriedigenden Reinigungsergebnis geführt.

    Die Thematik der Verschmutzung der Baustelle ist bekannt. Wir haben und weisen die Firma Nießen regelmäßig in den Baubesprechungen auf die erforderliche Reinigung der Baustelle hin. Das Erscheinungsbild (Lagerung von Baumaterial im Baustellenbereich) der Baustelle und auch die Sauberkeit wird sich durch das Setzen der Borde für die Pflanzbeete und die vorangeschrittenen Pflasterarbeiten im zweiten Bauabschnitt erheblich verbessern. Dieses gilt auch für die Querung der Hahnenstraße, die für die kommende Woche geplant ist.

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