Sanierung und Neubau der Martinusschule: Was Fischenich in den nächsten Jahren erwartet

von Saleh Mati am 19. Juli 2026

Die Martinusschule war der erste Halt beim Bürgerspaziergang mit Bürgermeister Dirk Breuer. Rund zwanzig bis dreißig Menschen wollten wissen, wie es mit der großen Investition weitergeht

Zwischen konstruktiven Fragen und angenehmen Gesprächen erläuterte Christian Stähler, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft, den aktuellen Stand zur Martinusschule. Die Stadt investiert 27,1 Millionen Euro in Sanierung und Erweiterung. Dirk Breuer nannte das Projekt die „umfangreichste Investition in Fischenich“ und sprach von einem „Gewinn für den Ort“. Die Stimmung war interessiert. Viele hörten aufmerksam zu, andere fragten nach dem Ablauf.

Eine Bürgerin erzählte, dass ihre Tochter im kommenden Jahr eingeschult wird. Christian Stähler erklärte, dass die Schule ihren Betrieb während der gesamten Bauzeit fortführt. Daher achtet die Verwaltung während des Unterrichts und in den sonstigen Zeiten besonders auf Sicherheit. Zur geplanten Fertigstellung Ende 2028 antwortete Dirk Breuer ruhig und mit einem kleinen Schmunzeln: „Es dauert doch mal länger.“ Dann ergänzte er, dass Bauprojekte manchmal länger dauern, „wenn ein Handwerker vergisst den Wasserhahn abzudrehen“.

Der neue Raum für Bewegung und Begegnung

Die Verwaltung stellte klar, dass die Schule nicht nur saniert, sondern pädagogisch weiterentwickelt wird. Die Dokumente zeigen, dass der Schulhof komplett neugestaltet wird. Drei Bereiche entstehen: ein größerer Tiefhof mit Schülergarten, ein barrierefreier Eingangsbereich mit Fahrradabstellanlage und eine große Bewegungsfläche mit neuen Spiel- und Klettermöglichkeiten. Die Retentionsflächen zur Regenrückhaltung sind ein zentraler Teil der Planung. Laut Vorlage 282/2025 entstehen sie „auf allen Schulhofflächen verteilt“, um den Überflutungsnachweis zu erfüllen.

Bürgerspaziergang Hürth Fischenich, Applaus der Bürgerinnen und Bürger

Auch die neue Versammlungsstätte für bis zu 300 Menschen ist Teil des Projekts. Sie soll sowohl der Schule als auch den Vereinen dienen. Die Verwaltung betonte, dass die Planung aus den Jahren 2020 und 2021 (Vorlagen 523/2020 und 523/2020 Z.1) mehrfach angepasst wurde, um den Bedürfnissen der Schule gerecht zu werden.

Wie es weitergeht

Die Vergabe an einen Generalunternehmer soll im 1. Quartal 2027 abgeschlossen sein. Im 2. Quartal 2027 starten die Erd- und Grubenarbeiten. Die Bauzeit beträgt rund eineinhalb Jahre, sodass die Verwaltung hofft, dass Sanierung und Neubau Ende 2028 fertig sind.

Breuer erinnerte daran, dass die Starkregenereignisse in der Vergangenheit die Planung zeitweise zurückgeworfen haben. Nun sieht die Verwaltung das Projekt wieder stabil auf Kurs.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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