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Haushalt 2026: Danke für das Engagement der aktiven Mitglieder im Stadtrat

von Saleh Mati am 7. März 2026

Die Haushaltsverabschiedung 2026 zeigte ein engagiertes, kontroverses und lebendiges Bild der Hürther Kommunalpolitik. Doch während die meisten Ratsmitgliedern intensiv rangen, blieben zwei Ratsmitglieder stumm. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass beide Ratsmitglieder dank ihrer Wählerinnen und Wähler im Hürther Stadtrat sitzen.

Als der Stadtrat am 10. Februar über den Haushalt 2026 entschied, wurde deutlich, wie unterschiedlich politische Verantwortung interpretiert wird. CDU, SPD, Grüne, AfD und Linke hatten Reden vorbereitet. Die FDP brachte zur Sitzung Anträge ein. In den Haushaltsreden argumentierten die politischen Vertreter für ihre Positionen. Doch zwei Ratsmitglieder, Martina Thomas (BSW) und Kurt Martmann (Freie Wähler) blieben ohne Rede, ohne Antrag, ohne erkennbare Beteiligung. Damit blieben 380 Wählerinnen und Wähler der Freien Wähler und 459 des BSW ohne Stimme in dieser zentralen Entscheidung.

Die Haushaltsreden der Fraktionen zeigten dagegen, wie unterschiedlich politische Verantwortung wahrgenommen wird. Björn Burzinski (CDU) betonte die gewachsene Ausgleichsrücklage und die Handlungsfähigkeit der Stadt: „In den nächsten Jahren werden wir trotz der dunklen Prognosen finanziell handlungsfähig bleiben und das ohne Steuererhöhung“ . Heiko Twellmann (SPD) wiederum kritisierte, dass der Haushalt „verwaltet, aber nicht gestaltet“ und warnte vor dem dramatischen Rückgang öffentlich geförderter Wohnungen.

Kontroverse Positionen, aber sichtbare Arbeit

Hendrik Fuchs von den Grünen stellte die langfristige Perspektive in den Mittelpunkt und warnte vor politischer Verharmlosung der Transformation: „Wir können nicht so tun, als stünden uns dauerhaft wachsende Mittel zur Verfügung“. Britta Jendges (AfD) wiederum sprach von einem „Haushalt des Aufschiebens“ und kritisierte steigende Ausgaben sowie fehlende Priorisierung: „Wir finanzieren heutige Wünsche mit dem Vermögen von morgen“.

Daneben machte Fritz Laser (Die Linke) deutlich, dass seiner Fraktion der soziale Fokus fehlt. Er sprach von einem Haushalt, der „absichert, aber nicht ausreichend gestaltet“ und warnte, dass Menschen mit geringem Einkommen mehr Unterstützung bräuchten.

Auch Dr. Christian Karaus (FDP) brachte sich aktiv ein, mit sechs konkreten und zugleich sehr unterschiedlichen Haushaltsanträgen. Darunter waren Sparvorschläge, Digitalisierungsideen für die Stadtbücherei und eine Bestandsaufnahme leerstehender Wohnungen.

Diese Vielfalt an Positionen ist nicht nur politischer Streit, sie ist demokratische Arbeit. Sie zeigt, dass die Fraktionen und Ratsmitglieder Verantwortung übernehmen, sich vorbereiten, Argumente austauschen und den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung bieten. Genau dafür werden Ratsmitglieder gewählt.

Ein Haushalt ist kein Randthema. Und der Einsatz der Ratsmitglieder zeigt, wie unterschiedlich Verantwortung im Stadtrat wahrgenommen wird. Daher bleibt es unverständlich, dass BSW und Freie Wähler zum Haushalt schweigen. Die Zahlen entscheiden über Investitionen, Prioritäten, soziale Angebote, Schulen, Verkehrssicherheit und die Zukunft der Stadt. Wer hier schweigt, lässt seine Wählerinnen und Wähler ohne Stimme zurück.

Warum ist Engagement wichtig?

Die Haushaltsdebatte 2026 verdeutlichte, wie lebendig politische Auseinandersetzung in Hürth sein kann und wie wichtig sie ist. Unterschiedliche Standpunkte sind kein Problem, sondern ein Gewinn für unsere Stadt. Sie geben den Menschen in Hürth die Möglichkeit, bei der nächsten Wahl bewusst eine Richtung zu wählen.

Doch politische Verantwortung bedeutet auch Präsenz, Einsatz und Transparenz. Die Bürgerinnen und Bürger können zu Recht darauf vertrauen, dass ihre gewählten Vertreter sich einbringen, gerade dann, wenn es um zentrale Weichenstellungen geht. Die Debatte 2026 setzte dafür ein deutliches Zeichen: Engagement zählt. Schweigen nicht.

Daher vielen Dank an die Vertreterinnen und Vertreter von CDU, SPD, Grünen, AfD, Linken und FDP für ihre engagierte Arbeit in dieser wichtigen Sitzung.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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