Die Mensa darf nicht weiter warten
heftige Diskussionen um fehlende Haushaltsmittel für die Bodelschwinghschule
Im Finanzausschuss wurde deutlich, wie groß die Enttäuschung über die fehlenden Mittel für die Mensaerweiterung der Bodelschwinghschule ist. Die SPD fordert Aufklärung und schnelles Handeln, andere Fraktionen mahnen realistische Prioritäten an. Für die Schule bleibt die Lage angespannt.
Seit rund zehn Jahren wartet die Bodelschwinghschule auf eine größere Mensa. Die räumliche Situation ist seit Langem ein Problem, das den Ganztagsbetrieb belastet und das Personal vor organisatorische und hygienischen Herausforderungen stellt. Im Haushalt 2024 waren noch knapp 2,9 Millionen Euro für die Erweiterung vorgesehen. Doch im aktuellen Haushaltsentwurf 2026 taucht dieser Betrag nicht mehr auf. Für viele Ratsmitglieder kam das überraschend, für die Schulgemeinschaft ist es ein weiterer Rückschlag.
SPD Fraktionsvorsitzender Heiko Twellmann erinnerte im Finanzausschuss daran, dass sich Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Fraktionen vor Ort ein Bild gemacht hatten. „Viele von uns haben sich persönlich ein Bild gemacht“, sagte er. Die SPD fordert deshalb, das gestrichene Budget wieder einzusetzen und die Planungen sofort aufzunehmen. Twellmann betonte: „Dass wir die Maßnahme an der Bodelschwinghschule zügig umgesetzt bekommen.“ Der SPD Antrag sieht vor, die Mittel erneut in den Haushalt 2026 einzustellen und die Gespräche mit der Schulleitung unverzüglich wieder aufzunehmen.
Zwischen Prioritäten, Verantwortung und der Frage nach Transparenz
Die CDU teilt die Einschätzung, dass die Lage an der Schule dringend ist, bewertet die Vorgeschichte jedoch anders. Fraktionschef Björn Burzinski schilderte, wie angespannt der Alltag an der Schule inzwischen ist. „Die älteren Jahrgänge speisen in den Klassenräumen“, sagte er. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die SPD selbst die Verwaltung aufgefordert habe, Prioritäten zu setzen. „Letztendlich ist es so, dass es die SPD war, die die Verwaltung aufforderte, Prioritäten zu setzen.“ Aus seiner Sicht spiegelt der Haushaltsentwurf diese Entscheidung wider. Die Verwaltung habe sich dafür entschieden, zunächst Schulraum in Fischenich, Gleuel und an der Realschule zu schaffen.


Twellmann widersprach dieser Darstellung deutlich. Die SPD habe keine Priorisierung vorgeschlagen und schon gar nicht dafür gestimmt. „Einzig was wir fordern: die Mittel von damals wieder einzustellen“, sagte er. Eine kurzfristige Lösung könne helfen, ersetze aber nicht die dringend benötigte Erweiterung.
Auch die Grünen meldeten sich zu Wort. Fraktionsvorsitzender Fuchs warnte davor, hohe Summen in den Haushalt zu schreiben, ohne sie umzusetzen. „Wenn wir 2,8 Millionen einstellen und es nie zur Umsetzung kommt, ist es nur eine Schau.“ Die Grünen wünschen sich, dass der Fachausschuss klärt, wie kurzfristig eine echte Entlastung für die Schule erreicht werden kann.
Am Ende blieb der Finanzausschuss ohne klare Entscheidung. Das Thema wurde weiterverwiesen, ohne Haushaltsmittel, aber mit wachsendem Druck. Für die Bodelschwinghschule bedeutet das: Die Unsicherheit bleibt, während der Platz fehlt und kein Geld im Haushaltsplaneentwurf zu erkennen ist.