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Gutachter stellt Ergebnisse zu dem schweren Unfall auf der Frechener Straße vor

von Saleh Mati am 18. Dezember 2025

Bürgermeister ein ruhiger Anker in stürmischen Wochen

Der 04.06.2025 hat eine tiefe Wunde in unserer Stadt hinterlassen. Auf der Frechener Straße verloren zwei Menschen ihr Leben. Familien, Schulen und Nachbarschaften standen unter Schock. In diesen ersten, schmerzvollen Stunden suchten viele nach schnellen Antworten, nach sichtbaren Zeichen des Handelns und nach jemandem, der verantwortlich ist.

Dirk Breuer, unser Bürgermeister, wurde auf dem wenige Tage nach dem Unfall später abgehaltenen Schweigemarsch harsch angegangen. Doch er blieb ein ruhiger Anker. Unter dem Druck der öffentlichen Empörung und der verständlichen Forderung nach sofortigen Maßnahmen blieb er besonnen. In den Gesprächen und den Sitzungen sprach er von Mitgefühl und bat um Zeit für eine sorgfältige Aufklärung. Für manche wirkte dieses Abwarten wie Zögern. Zudem tobte im Sommer und Herbst diesen Jahres der Kommunalwahlkampf. Daher war die Situation zusätzlich emotional aufgeheizt. Andere empfanden seine besonnene Art als Ausdruck von Verantwortungsbewusstsein. Dirk Breuer wiederholte beharrlich, dass sich Entscheidungen auf belastbare Fakten stützen sollten. In einer Zeit, in der Emotionen hochkochten, blieb er seiner Botschaft treu. Besonnenheit vor Schnellschüssen.

Der Druck und die Forderung nach Tempo 30 von Bürgerinnen, Bürgern und der SPD

Die politische Debatte wurde schnell intensiv. Die SPD griff die Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger auf und forderte deutlich, dass sie rasches Handeln wünscht. In ihrer Pressemitteilung vom 25.06.2025 teilt Michael Kleofasz eindringlich mit: „Der Unfall auf der Frechener Straße hat uns alle tief betroffen gemacht. Es ist Zeit, dass wir über Zuständigkeiten hinweg zusammenarbeiten.“ Diese Formulierung spiegelte die Erwartung wider, dass Bürgermeister und Politik jetzt schnell und entschlossen handeln müssen. Konkret nahm sich die SPD der Forderung einer Bürgerinitiative an. Ein Antrag am 02.09.2025 im Hauptausschuss zur Einführung von Tempo 30 um den Bereich der Unfallstelle der Frechener Straße folgte. Ein klares Signal, das die Wut und die Angst vieler Eltern bündelte und den Druck auf die Verwaltung und unseren Bürgermeister weiter erhöhte.

Doch unser Bürgermeister bat unermüdlich um Geduld. Weiter bat Dirk Breuer die Meinung der Verkehrsexperten abzuwarten. Zudem erinnerte er in den politischen Sitzungen, dass wir alle keine Experten für Verkehr sind. Weiter gab unser Bürgermeister zu bedenken, dass vorschnelle Entscheidungen andere Menschen in unserer Stadt gefährden könnten.

Dennoch entluden sich vor den Ausschusssitzungen die Emotionen in Protesten. Bürgerinnen und Bürger standen mit Plakaten vor der Sitzung des Ausschusses für Planung mit heftigen Vorwürfen. Die SPD sah sich als Sprachrohr der Betroffenen, die ihren Unmut öffentlich machten. Zusammen heizten sie die Debatte an. Dieser öffentliche Druck machte die Lage für die Verantwortlichen nicht leichter. Unserer Bürgermeister wiederholte, dass ihm die Dringlichkeit bewusst ist, doch es um eine gute und rechtlich umsetzbare Lösung geht.

Besonnenheit, Fakten und ein tragfähiger Kompromiss

Parallel zu den öffentlichen Forderungen teilte der Verwaltungschef mit, dass fachliche Prüfungen laufen. Gutachten, rechtliche Abklärungen und technische Bewertungen sind in Arbeit. Weiter teilte unser Bürgermeister in der Sitzung des Ausschusses für Planung am 07.10.2025 mit, dass er den Verkehrsminister des Landes NRW angeschrieben hat. Dort wies unsere Bürgermeister ebenfalls auf die Dringlichkeit der Situation hin. Weiter bat er den Landesbetrieb um schnelles Handeln.

In der Sitzung des Ausschusses für Planung am 16.12.2025 lagen die Ergebnisse vor. Ein unabhängiger Gutachter des Landesbetriebes NRW stellte die Ergebnisse vor. Es zeigte sich, dass die von der SPD-Hürth geforderte Maßnahme nach Tempo 30 nicht umsetzbar ist. Der Gutachter führte aus, dass eine Einführung von Tempo 30 an der fraglichen Stelle vermutlich rechtlich nicht realisierbar ist. Zudem mutmaßte der Verkehrsexperte, dass Tempo 30 sogar den Verkehr gefährden könnte. Stattdessen schlug der Gutachter eine Anpassung auf Tempo 50 vor. Dieser Schritt sei ein wahrscheinlich rechtlich tragfähiger Schritt und vermutlich bereits an der Grenze, der maximal zu reduzierenden Geschwindigkeit. Bau und Betrieb einer Straße müssen in Einklang miteinander stehen, zitierte der Gutachter als rechtlichen Aspekt.

In diesem Moment offenbarte sich die Stärke des besonnenen Handelns unseres Bürgermeisters. Dirk Breuer, dessen Verhalten zuvor einige Bürgerinnen und Bürger und die SPD-Fraktion kritisierten, nutzte die vorliegenden Fakten, um eine umsetzbare Lösung vorzuschlagen. Dabei schaute er nicht auf die Vorwürfe der letzten Wochen. Sondern er suchte einen Weg, der den Schutz der Menschen verbessert und zugleich realistisch ist. Das Ergebnis ist kein Allheilmittel gegen den Schmerz, aber ein Schritt in Richtung zu mehr Sicherheit, getragen durch Fakten und Abwägung.

Was jetzt zählt

Vor allem gilt es nun, den Betroffenen Raum zur Trauer zu geben und die Gemeinschaft in unserer Stadt zu stärken. Klare Informationen, transparente Kommunikation und gegenseitige Unterstützung sind jetzt wichtiger als politische Punktgewinne. Wenn alle Beteiligten die gefundenen Lösungen sachlich erklären und gemeinsam an der Umsetzung arbeiten, kann das Vertrauen in die Sicherheit unserer Straßen wieder wachsen.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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