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Haushaltsentwurf 2026: Hürth steht vor harten Entscheidungen

von Saleh Mati am 9. Dezember 2025

72 Millionen aus der Ausgleichsrücklage verplant

Der Kämmerer Marco Dederichs brachte gemeinsam mit unserem Bürgermeister den Haushaltsentwurf 2026 ein. Weiter zeichnet die Rede des Beigeordneten für Finanzen ein klares Bild. Die Stadt steht unter finanziellem Druck. Die Erträge stagnieren. Zudem steigen die Ausgaben in vielen Bereichen. Das macht die Lage strukturell schwierig.

Die wichtigsten Zahlen in einem kurzen Überblick. Der Jahresfehlbetrag für 2026 liegt bei -15.936.873 €. In den Folgejahren wächst das Defizit weiter und erreicht -20.225.022 € im Jahr 2029. Die Ausgleichsrücklage schrumpft deutlich. Sie fällt von rund 77,8 Mio. € auf nur noch 5,6 Mio. € Ende 2029. Die Gesamtsumme des Ergebnishaushalts beträgt 261.052.268 €. Zudem belaufen sich die Personalaufwendungen auf 53.159.895 €, die Transferaufwendungen auf 123.140.841 €. Weiter sind die Zinsen mit 4.177.000 € veranschlagt.

Die Lage ist so angespannt

Der Kämmerer nennt mehrere Treiber. Sozialausgaben steigen stark. Personalkosten wachsen durch Tarifabschlüsse und Fachkräftemangel. Sach- und Betriebskosten bleiben hoch. Und die Zinslast hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt. Das alles trifft auf stagnierende Steuer- und Umlageeinnahmen. Daher gibt es in den kommenden Jahren mehr Ausgaben und kaum mehr Einnahmen.

Weiter verweist unser Kämmerer auf die Lage in Nordrhein‑Westfalen. Viele Kommunen melden Rekorddefizite. Der Kämmerer betont, dass Hürth vergleichsweise besser dasteht. Doch das schützt nicht vor den strukturellen Problemen. Ohne Änderungen auf Landes‑ und Bundesebene bleibt die Handlungsfähigkeit gefährdet.

Inhaltliche Diskussionen sind für unsere Stadt wichtig

Der Kämmerer nennt drei Leitgedanken für die Haushaltsberatungen:

  • Pflichtaufgaben sichern.
  • Handlungsfähigkeit erhalten.
  • Gezielt in Zukunft investieren (Schulen, Betreuung, Mobilität, Klimaanpassung, Digitalisierung).

Das Ziel von Herrn Dederichs, unseres Kämmeres, ist klar. Sparen, aber nicht blind. Investitionen sollen weitergehen. Doch sie müssen sorgfältig priorisiert werden.

Die Ausgaben für Investitionen und Kreditbedarf bleiben hoch

Das Investitionsvolumen für 2026–2029 liegt bei 188,36 Mio. €. Große Projekte sind Schul‑ und Infrastrukturmaßnahmen sowie Energiespar‑Modelle. Gleichzeitig steigt die Kreditermächtigung. Liquiditätskredite entwickeln sich in den Planjahren ebenfalls nach oben. Das erhöht den Druck auf die laufende Haushaltsführung.

Was bedeutet das für uns Bürgerinnen und Bürger?

Diese Zahlen sind Entscheidungen. Sie betreffen Leistungen, Gebühren und Investitionen in unserer Stadt. Rücklagen werden angegriffen. Freiwillige Leistungen stehen auf dem Prüfstand. Schulen, Kitas und Klimaschutzprojekte könnten betroffen sein, wenn wir die Prioritäten falsch setzen und unsere finanzielle Handlungsfähigkeit verlieren..

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Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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